Vom 18. bis 21. Mai versammelten sich fast 900 Philanthropie-Fachleute in Kopenhagen zum Philea Forum 2026. Unter dem Motto "Philanthropy for People and Planet" wurde intensiv darüber diskutiert, wie der Sektor den wachsenden globalen Krisen – von Klimawandel bis zu sozialer Ungleichheit – begegnen kann. Die zentrale Botschaft war klar: Es ist Zeit, von der Analyse ins Handeln zu kommen und Silos aufzubrechen.
Delphine Moralis, CEO von Philea, betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass man sich nicht mit dem Status quo zufriedengeben dürfe, sondern die Möglichkeiten für Veränderung ergreifen müsse. Diese Haltung zog sich durch die gesamte Konferenz. In zahlreichen Sitzungen, Debatten und Workshops wurde erörtert, wie Stiftungen ihre Strategien, Investitionen und Partnerschaften anpassen können, um systemische Veränderungen anzustossen. Anstatt nur Lücken zu füllen, soll die Philanthropie aktiv dabei helfen, Wirtschaftssysteme und Institutionen so umzugestalten, dass sie von Anfang an dem Gemeinwohl dienen.
Ein zentraler Appell war, die "gelebte Erfahrung" von Gemeinschaften, die am stärksten von den Krisen betroffen sind, als strategische Ressource zu nutzen. Ihre Perspektiven sollen bei der Gestaltung von Prioritäten und Lösungen im Mittelpunkt stehen. Ebenso wurde die Bedeutung von Daten und Fakten hervorgehoben, um negativen Narrativen entgegenzuwirken und Entscheidungen auf einer soliden Grundlage zu treffen.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen des Forums zählten:
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Ganzheitlicher Ansatz: Klima, Demokratie, Ungleichheit und Gesundheit sind untrennbar miteinander verbunden und erfordern vernetzte, nicht isolierte Lösungsansätze.
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Alle Werkzeuge nutzen: Stiftungen sollen nicht nur Fördermittel vergeben, sondern auch ihre Stiftungsvermögen, ihre Stimme und ihre Netzwerke für den Wandel einsetzen.
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Mut und langfristiges Denken: Echte Veränderung erfordert Risikobereitschaft, die Infragestellung eigener Machtstrukturen und eine Abkehr von kurzfristigen Projektfinanzierungen hin zu flexibler, vertrauensbasierter Unterstützung.
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Kollektives Handeln: Die Herausforderungen sind zu gross, um sie allein zu bewältigen. Zusammenarbeit, Brückenbauen und gemeinsames Handeln sind entscheidend.
Ein bewegender Höhepunkt war der zum Abschluss verlesene "Brief an zukünftige Generationen", der aus den Beiträgen der Teilnehmenden entstanden war. Er fasst den Geist der Konferenz zusammen: den Mut zu haben, heute die Samen für eine bessere Zukunft zu säen, auch wenn man die Früchte selbst nicht mehr ernten wird. Das Forum endete mit einem klaren Aufruf zu "kollektivem Mut" und der gemeinsamen Verantwortung, eine gerechtere und nachhaltigere Welt zu gestalten.